wir im Heim schon mal so die ersten Frühlingsgedichte aufgesagt.
Ich habe mir noch ein paar Frühlingsgedichte ausgedruckt und dann wirds heute Frühling, in unseren Herzen und im Heim.
Dann habe ich heute um 15:30 Uhr Feierabend. Darauf freue ich mich jetzt schon.
So gerne ich diese Arbeit auch mache, an manchen Tagen sind meine Gelenke schwer wie Blei.

Wunderbar ist es, nun nach knapp 9 Monaten, die ersten Erfolge meiner Arbeit zu sehen. Dieses Vertrauen, dieses sich wieder verbal äußern zu können, diese Freude in den Gesichtern und Augen und dieses immer wieder geduldig auf den Menschen zugehen.
Für mich eine wunderbare Prüfung, da ich eigentlich ein ungeduldiger Mensch bin.
Aber auch die 30. Frage, wann es Essen gibt, wann es ins Bett geht, nervt mich nicht.

Die großen und gespannten Augen der Bewohnerinnen, wenn ich ein Märchen vorlese, einfach unbezahlbar. Ich arbeite sehr viel in Gruppen, nun begrüßen sich die Bewohner zumindest, wenn sie bei einer Aktivität zusammen sitzen.

Was mir sehr schwer fällt, bzw. wo ich unbedingt meine Erwartungen runterschrauben muß, ist, wenn ich z.B. ein schönes Erlebnis mit Jemandem hatte, oder sogar einen Fortschritt und wir z.B. durch den Mittagsschlaf unterbrochen werden, dann muß ich alle Knöpfe wieder auf reset setzen, für die Bewohner zählt nicht, das vorher erreichte, sie leben nur jetzt und im hier. Ich merke, dass ich sie damit auch überfordere und das muß ich noch lernen.

Veröffentlicht am 19.03.2010, 13:22Uhr von Traumwind's Arbeitsleben |

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